Sicherheits-Checkliste fürs Online-Dating: 15 Regeln vor dem ersten Treffen

Aktualisiert am 20. Oktober 2026 · Von Smooch-Redaktion · Verantwortlich: Bill Alena

Diese Checkliste fasst in 15 Regeln zusammen, wie Sie beim Online-Dating sicher bleiben: vom Profil, das nicht zu viel verrät, über den Videoanruf vor dem ersten Treffen bis zum Date an einem belebten Ort mit eigener Heimfahrt. Die wichtigste Regel ist Nummer 8: Schicken Sie niemals Geld an jemanden, den Sie nicht persönlich getroffen haben. Speichern Sie die Liste oder schicken Sie sie Freunden, die gerade mit dem Online-Dating anfangen.
Zwei Menschen treffen sich zum ersten Mal in einem hellen, belebten Café

Warum brauchen Sie eine Sicherheits-Checkliste fürs Online-Dating?

Weil feste Gewohnheiten schützen, ohne dass Sie misstrauisch sein müssen. Wer ein paar Regeln automatisch befolgt, kann sich beim Kennenlernen entspannen und erkennt Warnzeichen trotzdem früh.

Online-Dating bringt jeden Tag Menschen zusammen, die sich sonst nie begegnet wären. Die gleiche Offenheit nutzen aber auch einige wenige Menschen mit schlechten Absichten. Eine Checkliste bedeutet nicht, jedem Match mit Misstrauen zu begegnen. Sie bedeutet, vorbereitet zu sein, so wie man sich vor einer Autofahrt anschnallt.

Die folgenden Regeln beruhen auf den Empfehlungen der Polizei in Deutschland, Österreich und der Schweiz und auf den Erfahrungen, die Smooch seit 2001 mit Online-Dating gesammelt hat. Sie gelten für Ihre erste Dating-App genauso wie nach zehn Jahren Erfahrung.

Welche 15 Sicherheitsregeln sollten Sie beim Online-Dating beachten?

Die 15 Regeln decken vier Phasen ab: ein sicheres Profil, das Kennenlernen im Chat, die Vorbereitung des ersten Treffens und das Verhalten danach. Die wichtigste lautet: niemals Geld an Internetbekanntschaften.

Bevor Sie losschreiben

  • 1. Wählen Sie eine Plattform mit Prüfung und Meldefunktion. Achten Sie darauf, ob Profile vor der Freischaltung geprüft werden, ob es eine Identitätsprüfung gibt und ob Sie Mitglieder einfach blockieren und melden können. Was Smooch hier bietet, steht unter Wie Smooch Sie schützt.
  • 2. Verraten Sie im Profil nicht zu viel. Vorname, Alter und Region genügen. Nachname, Arbeitgeber, Straße oder das Kennzeichen auf einem Foto vor dem eigenen Haus gehören nicht ins Profil.
  • 3. Nutzen Sie eine eigene E-Mail-Adresse fürs Dating. Das empfiehlt auch die Polizei. So lassen sich Ihre anderen Konten nicht über die Adresse finden, und Ihr Haupt-Postfach bleibt geschützt.

Während Sie sich kennenlernen

  • 4. Bleiben Sie anfangs auf der Dating-Plattform. Dort können Sie melden und blockieren. Auf WhatsApp oder Telegram fehlen diese Schutzfunktionen. Wer echtes Interesse hat, wartet gern, bis Sie so weit sind.
  • 5. Machen Sie vor dem Treffen einen Videoanruf. Ein paar Minuten genügen, um zu sehen, ob die Person zu ihren Fotos passt. Lehnt sie immer wieder ab, ist das Ihre Antwort. Tipps dazu im Ratgeber Videoanruf vor dem Date.
  • 6. Prüfen Sie die Fotos. Eine Bilder-Rückwärtssuche dauert eine halbe Minute und entlarvt viele Fake-Profile. Die Polizei rät zusätzlich, den Namen zusammen mit dem Wort „Scammer“ zu suchen.
  • 7. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Wenn sich etwas falsch anfühlt, auch ohne dass Sie es benennen können, nehmen Sie das ernst. Reden Sie Warnzeichen nicht schön.
  • 8. Schicken Sie niemals Geld. Keine Überweisung, keine Gutscheinkarte, keine Kryptowährung, egal wie dramatisch die Geschichte ist. Menschen mit ehrlichen Absichten bitten Unbekannte nicht um Geld. Mehr dazu unter Love-Scamming.

Vor dem ersten Treffen

  • 9. Treffen Sie sich an einem belebten, öffentlichen Ort. Ein Café, ein Restaurant, ein Biergarten oder ein Museum zu normalen Uhrzeiten. Nicht bei Ihnen oder bei ihm oder ihr zu Hause. Ideen gibt es bei unseren Ideen fürs erste Date.
  • 10. Sagen Sie jemandem Bescheid. Ort, Uhrzeit und Profilname an eine Vertrauensperson. Vereinbaren Sie eine Uhrzeit, zu der Sie sich melden.
  • 11. Organisieren Sie Hin- und Rückweg selbst. Mit dem eigenen Auto, dem Fahrrad, Bus und Bahn oder dem Taxi. So können Sie jederzeit gehen.
  • 12. Laden Sie Ihr Handy vorher auf. Und behalten Sie es bei sich, nicht in der Jacke an der Garderobe.
  • 13. Trinken Sie in Maßen. Sie lernen die Person gerade erst kennen. Lassen Sie Ihr Glas nicht unbeaufsichtigt stehen.

Während und nach dem Date

  • 14. Teilen Sie Ihren Standort. Die meisten Smartphones haben eine eingebaute Standortfreigabe, mit der eine Vertrauensperson für die Dauer des Treffens sehen kann, wo Sie sind.
  • 15. Melden Sie Auffälliges. Hat sich die Person ganz anders verhalten als im Chat, hat sie Sie bedrängt oder um Geld gebeten, melden Sie das der Plattform. Damit schützen Sie auch andere.
Die 15 Regeln auf einen Blick
Nr.RegelWannWichtigkeit
1Plattform mit Prüfung und MeldefunktionVor dem StartWichtig
2Wenig Persönliches im ProfilVor dem StartWichtig
3Eigene E-Mail-AdresseVor dem StartEmpfohlen
4Anfangs auf der Plattform bleibenIm ChatWichtig
5Videoanruf vor dem TreffenIm ChatWichtig
6Fotos prüfenIm ChatEmpfohlen
7Auf das Bauchgefühl hörenImmerWichtig
8Niemals Geld schickenImmerUnverzichtbar
9Öffentlicher, belebter OrtErstes TreffenWichtig
10Jemandem Bescheid sagenErstes TreffenWichtig
11Eigene An- und AbreiseErstes TreffenWichtig
12Handy geladen und griffbereitErstes TreffenWichtig
13Alkohol in MaßenErstes TreffenEmpfohlen
14Standort teilenErstes TreffenEmpfohlen
15Auffälliges meldenDanachWichtig

Was tun, wenn Sie sich beim Date unwohl fühlen?

Gehen Sie. Sie schulden niemandem eine Erklärung. Bitten Sie das Personal um Hilfe, rufen Sie eine Vertrauensperson oder ein Taxi und wählen Sie bei Gefahr den Notruf: 110 in Deutschland, 133 in Österreich, 117 in der Schweiz oder 112.

Ihr Gefühl ist Grund genug. Höflichkeit ist beim ersten Date schön, aber Ihre Sicherheit geht vor. Sie müssen nicht bis zum Ende des Essens bleiben, nur weil es unhöflich wirken könnte.

  • Rückzug ohne Drama: Gehen Sie zur Toilette und rufen Sie von dort eine Freundin, einen Freund oder ein Taxi.
  • Personal einbeziehen: Bitten Sie Bedienung oder Barpersonal, Ihnen ein Taxi zu rufen oder Sie zu einem anderen Ausgang zu bringen.
  • Notruf bei Gefahr: In Deutschland 110, in Österreich 133, in der Schweiz 117. Der Euro-Notruf 112 funktioniert in allen drei Ländern.
  • Später melden: Sind Sie in Sicherheit, melden Sie die Person bei der Dating-Plattform und, wenn nötig, bei der Polizei.

Welche Verhaltensweisen schon beim ersten Treffen ein Warnsignal sind, lesen Sie im Ratgeber Warnsignale beim ersten Date.

Was bedeutet „Ist Luisa hier?“

„Ist Luisa hier?“ ist eine Codefrage für Frauen, die sich in Bars, Clubs oder Restaurants belästigt oder bedrängt fühlen. Geschultes Personal in teilnehmenden Lokalen hilft dann diskret, etwa mit einem Rückzugsraum, einem Taxi oder einem anderen Ausgang.

Die Aktion wurde 2016 von der Beratungsstelle Frauen-Notruf Münster ins Leben gerufen und ist inzwischen in vielen deutschen Städten bekannt. Auch in Österreich gibt es sie, etwa in der Steiermark unter dem Namen „Luisa ist hier“. Teilnehmende Lokale erkennen Sie an Plakaten oder Aufklebern, oft in den Toiletten.

Wichtig zu wissen: Nicht jedes Lokal macht mit, und nicht jede Servicekraft kennt die Frage. Ein Test des Hessischen Rundfunks in Wiesbaden im November 2025 zeigte, dass das Codewort längst nicht überall verstanden wurde. Wenn Sie keine Plakate sehen, sagen Sie dem Personal lieber direkt, dass Sie Hilfe brauchen.

Wie hilft Smooch Ihnen, sicher zu daten?

Neue Profile und Fotos werden bei Smooch geprüft, bevor sie erscheinen. Mitglieder können ihre Identität freiwillig bestätigen und tragen dann das Abzeichen „ID verified“. Jedes Profil lässt sich blockieren und melden.

Die Checkliste oben ist Ihr persönlicher Schutz. Smooch ergänzt ihn auf Plattformebene:

  • Neue Profile und Fotos werden geprüft, bevor sie für andere sichtbar werden.
  • Mitglieder können ihre Identität mit einem Lichtbildausweis und einem Selfie bestätigen. Das ist freiwillig. Verifizierte Mitglieder erkennen Sie am Abzeichen „ID verified“.
  • Sie können jedes Mitglied blockieren und melden. Das Moderationsteam von Smooch prüft jede Meldung.

Kein System ersetzt Ihr eigenes Urteilsvermögen. Die Kombination aus geprüften Profilen und Ihren eigenen Regeln macht das Kennenlernen aber deutlich sicherer. Mehr zum Thema unter Verifiziertes Dating.

Häufige Fragen

Wann darf ich meine Handynummer herausgeben?

Dafür gibt es keine feste Regel. Viele warten bis nach dem Videoanruf oder dem ersten Treffen. Wenn Sie früher wechseln möchten, überlegen Sie, ob ein Messenger-Profil ohne Klarnamen und Profilfoto für Sie passt.

Ist es unhöflich, vor dem Date einen Videoanruf vorzuschlagen?

Nein. Ein Videoanruf ist heute üblich und gibt beiden Seiten Sicherheit. Wer ehrliches Interesse hat, versteht das. Wer ständig ausweicht, liefert Ihnen damit eine wichtige Information.

Soll ich beim ersten Date selbst bezahlen?

Das ist Geschmackssache. Aus Sicherheitsgründen spricht nichts dagegen, die eigene Rechnung zu begleichen. So entsteht kein Gefühl, jemandem etwas zu schulden.

Was mache ich, wenn mein Date unangemeldet vor meiner Tür steht?

Öffnen Sie nicht, wenn Sie sich unwohl fühlen. Bei Bedrohung wählen Sie den Notruf. Melden Sie das Verhalten der Dating-Plattform und überlegen Sie, Anzeige zu erstatten.

Quellen

  1. Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes: Scamming (Tipps zu Rückwärtssuche und separater E-Mail-Adresse, geprüft im Oktober 2026)
  2. Frauen-Notruf Münster: Luisa ist hier (geprüft im Oktober 2026)
  3. Land Steiermark: Flyer „Luisa ist hier“ (geprüft im Oktober 2026)
  4. hessenschau.de: Schutzcode „Luisa“ funktioniert nicht in allen Bars und Clubs (7. November 2025) (geprüft im Oktober 2026)
  5. Onlinewachen der Polizeien in Deutschland (Notruf 110) (geprüft im Oktober 2026)
  6. Gesundheitsportal Österreich: Notrufnummern (Polizei 133, geprüft im Oktober 2026)
  7. Kantonspolizei Thurgau: Notrufnummern-Karte (Polizei 117, Euro-Notruf 112, geprüft im Oktober 2026)

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