Fake-Profile erkennen: 12 Warnzeichen beim Online-Dating

Aktualisiert am 20. Oktober 2026 · Von Smooch-Redaktion · Verantwortlich: Bill Alena

Ein Fake-Profil erkennen Sie meist an einer Kombination von Warnzeichen: Die Person weicht jedem Videoanruf aus, ihre Fotos wirken wie aus einem Katalog, sie spricht nach wenigen Tagen von großer Liebe und will die Dating-Seite schnell verlassen. Ein einzelnes Signal beweist noch nichts. Treffen mehrere zusammen, sollten Sie vorsichtig werden und die Person mit einer Bilder-Rückwärtssuche und einem kurzen Videoanruf überprüfen.
Frau schaut nachdenklich auf ihr Smartphone und prüft ein Dating-Profil

Was ist ein Fake-Profil beim Online-Dating?

Ein Fake-Profil ist ein Konto mit falscher Identität: fremde oder KI-erzeugte Fotos, ein erfundener Name, Beruf und Lebenslauf. Im Englischen nennt man das Catfishing.

Hinter einem Fake-Profil steckt ein Mensch, der sich als jemand anderes ausgibt. Die Fotos stammen von fremden Social-Media-Konten, aus Modelportfolios oder werden inzwischen mit KI erzeugt. Dazu kommen ein erfundener Beruf und eine Geschichte, die möglichst gut zu Ihnen passen soll.

Die Gründe sind unterschiedlich. Manche Menschen fühlen sich mit ihrem echten Aussehen unsicher und erfinden sich neu. Viel häufiger ist das falsche Profil aber der erste Schritt zum Love-Scamming: Erst wird Vertrauen aufgebaut, dann kommt die Bitte um Geld. Seltener geht es darum, persönliche Daten zu sammeln oder jemanden zu belästigen.

Neu ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz. Das Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) warnte im April 2026, dass Liebesbetrüger zunehmend KI-generierte Bilder nutzen, um ihre Geschichten glaubwürdiger zu machen. Solche Bilder findet keine Rückwärtssuche, weil sie nirgends sonst im Netz stehen. Umso wichtiger sind Videoanruf und gesunder Menschenverstand. Mehr dazu in unserem Ratgeber KI-Betrug beim Dating erkennen.

Welche 12 Warnzeichen deuten auf ein Fake-Profil hin?

Die wichtigsten Warnzeichen sind: kein Videoanruf, perfekte Modelfotos, Liebeserklärungen nach wenigen Tagen, Widersprüche, Druck zum Plattformwechsel, ständige Absagen und jede Bitte um Geld.

  1. Ständige Ausreden beim Videoanruf. Kamera kaputt, Internet zu langsam, gerade auf einer Baustelle oder einer Ölplattform. Einmal kann das passieren. Wird daraus ein Muster, ist das das stärkste Warnzeichen überhaupt.
  2. Fotos wie aus einem Katalog. Echte Profile zeigen eine Mischung aus Schnappschüssen, Urlaubsbildern und Fotos mit Freunden. Wenn jedes Bild nach Studio und Modelvertrag aussieht, stammen die Fotos womöglich von jemand anderem.
  3. Große Gefühle im Eiltempo. „So etwas habe ich noch nie gefühlt“ nach drei Nachrichten, schnell Gespräche über Heirat oder Kosenamen wie „mein Mann“ oder „meine Frau“. Dieses sogenannte Love-Bombing soll eine schnelle, starke Bindung schaffen.
  4. Widersprüche in der Geschichte. Die Person wohnt angeblich in Hamburg, schreibt aber zu Uhrzeiten, die zu einer anderen Zeitzone passen. Das Alter ändert sich, der Beruf auch. Nachfragen ist Ihr bestes Werkzeug.
  5. Druck, die Plattform zu verlassen. Schon nach wenigen Nachrichten soll es auf WhatsApp, Telegram oder per E-Mail weitergehen. Dort fehlen Melde- und Blockierfunktionen der Dating-Seite.
  6. Immer kommt etwas dazwischen. Ein Treffen wird geplant und kurzfristig abgesagt: Dienstreise, Krankheit in der Familie, Probleme mit dem Visum.
  7. Wenige oder sehr ähnliche Fotos. Drei, vier Bilder aus offenbar demselben Fotoshooting. Bitten Sie um ein spontanes Foto, etwa mit einer Geste, die Sie sich aussuchen. Für echte Menschen ist das kein Problem.
  8. Kaum Spuren im Netz. Keine sozialen Netzwerke oder nur frisch angelegte Konten ohne echte Freunde und Kommentare. Allein ist das kein Beweis, im Zusammenspiel mit anderen Signalen aber ein Hinweis.
  9. Viele Fragen, wenig Antworten. Die Person will alles über Ihre Familie, frühere Partner, Ihre Wohnung und Ihre Finanzen wissen, bleibt bei sich selbst aber vage.
  10. Geld kommt ins Spiel. Eine Krankenhausrechnung, Zollgebühren, ein Flugticket zu Ihnen oder auch nur ein Gutschein. Wer Sie nie getroffen hat und nach Geld fragt, ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Betrüger.
  11. Seltsame Sprache. Der Ton wechselt zwischen locker und steif, Formulierungen passen nicht zur angeblichen Herkunft. Laut Polizeilicher Kriminalprävention schreiben Scammer oft gutes Englisch, manche auch gutes Deutsch.
  12. Die Fotos tauchen woanders auf. Eine Bilder-Rückwärtssuche zeigt dieselben Fotos unter einem anderen Namen, auf einer Modelseite oder in Warnlisten. Dann haben Sie Ihre Antwort.
WarnzeichenRisikoWas Sie tun können
Weicht Videoanrufen ausSehr hochVideoanruf zur Bedingung machen, bevor Sie mehr Zeit investieren
Perfekte oder fremde FotosHochBilder-Rückwärtssuche durchführen
Liebeserklärungen nach wenigen TagenHochTempo rausnehmen, echte Nähe braucht Zeit
Widersprüche im LebenslaufHochGezielt nachfragen, Widersprüche notieren
Drängt zum MessengerMittel bis hochAuf der Dating-Plattform bleiben
Sagt Treffen immer abHochEinen festen Termin vorschlagen
Wenige, ähnliche FotosMittelUm ein spontanes Foto bitten
Keine Spuren im NetzMittelMit anderen Signalen zusammen betrachten
Fragt viel, erzählt wenigMittelAuf die Einseitigkeit achten
Bittet um GeldSehr hochKontakt abbrechen und Profil melden
Sprache passt nichtMittelFreundlich nachfragen
Fotos unter anderem Namen gefundenFake bestätigtProfil melden, Kontakt beenden

Wie prüfen Sie, ob jemand echt ist?

Machen Sie eine Bilder-Rückwärtssuche, suchen Sie Name und Fotos zusammen mit dem Wort „Scammer“, bestehen Sie auf einem Videoanruf und achten Sie auf das Abzeichen „ID verified“ auf dem Profil.

Sie müssen keine Detektivin und kein Detektiv sein. Diese vier Schritte kosten zusammen nur wenige Minuten:

  1. Bilder-Rückwärtssuche

    Laden Sie ein Profilfoto in die Bildersuche einer großen Suchmaschine hoch oder halten Sie auf dem Smartphone den Finger auf das Bild und wählen Sie die Bildsuche. Erscheint das Foto unter anderem Namen, ist das Profil falsch.

  2. Name plus „Scammer“

    Die Polizeiliche Kriminalprävention empfiehlt, den Namen der Person zusammen mit dem Wort „Scammer“ zu suchen. Viele bekannte Fake-Identitäten stehen bereits in Warnforen.

  3. Videoanruf

    Ein kurzer Videoanruf zeigt, ob die Person zu ihren Fotos passt und spontan reagieren kann. Wie Sie ihn vorschlagen, ohne dass es komisch wirkt, lesen Sie im Ratgeber Videoanruf vor dem Date.

  4. Auf Verifizierung achten

    Bei Smooch können Mitglieder ihre Identität freiwillig mit Lichtbildausweis und Selfie bestätigen. Sie erkennen das am Abzeichen „ID verified“. Es ersetzt Ihre eigene Vorsicht nicht, ist aber ein zusätzlicher Anhaltspunkt.

Wie funktioniert eine Bilder-Rückwärtssuche?

Sie laden ein Profilfoto in eine Bildersuche hoch oder suchen direkt im Browser mit dem Bild. Taucht dasselbe Foto unter einem anderen Namen, auf einer Modelseite oder in Warnforen auf, ist das Profil sehr wahrscheinlich falsch.

Die Rückwärtssuche ist das schnellste Werkzeug gegen gestohlene Fotos, und die Polizeiliche Kriminalprävention empfiehlt sie ausdrücklich. Bei Google geht das am Computer zum Beispiel so:

  1. Bild speichern oder Adresse kopieren

    Speichern Sie das Profilfoto auf Ihrem Gerät oder kopieren Sie die Bildadresse.

  2. Bildersuche öffnen

    Klicken Sie auf google.com auf das Kamerasymbol im Suchfeld und laden Sie die Datei hoch, ziehen Sie sie ins Suchfeld oder fügen Sie den Bildlink ein.

  3. Direkt im Browser suchen

    Im Browser Chrome geht es noch schneller: Rechtsklick auf das Bild und „Mit Google Lens suchen“ wählen. Die Ergebnisse erscheinen in einer Seitenleiste.

  4. Ergebnisse prüfen

    Achten Sie auf identische Fotos mit anderen Namen, auf Model- oder Stockfoto-Seiten und auf Einträge in Warnforen. Prüfen Sie mehrere Fotos des Profils, nicht nur das erste.

Ein leeres Ergebnis bedeutet nicht automatisch, dass alles in Ordnung ist. KI-erzeugte Bilder gibt es nur ein einziges Mal, und manche Betrüger spiegeln oder beschneiden gestohlene Fotos, damit die Suche sie schlechter findet. Kombinieren Sie die Rückwärtssuche deshalb immer mit einem Videoanruf.

Wie erkennen Sie KI-Fotos und Deepfakes?

Achten Sie auf zu glatte Haut, unlogische Details an Händen, Ohren, Schmuck oder Schrift im Hintergrund und auf Fotos, die alle gleich perfekt wirken. Im Videoanruf helfen spontane Bitten, etwa den Kopf zur Seite zu drehen oder eine Hand vor das Gesicht zu halten.

Das Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit beschrieb im April 2026, wie Liebesbetrüger KI-Bilder einsetzen, bis hin zu erfundenen Fotos von Angehörigen im Krankenhausbett. Solche Bilder werden immer besser. Diese Hinweise helfen trotzdem oft:

  • Zu perfekt: Porenlose Haut, makelloses Licht auf jedem Bild, immer derselbe Gesichtsausdruck.
  • Fehler im Detail: Verschmolzene Finger, ungleiche Ohrringe, verbogene Brillengestelle, unleserliche Schrift auf Schildern oder T-Shirts.
  • Seltsamer Hintergrund: Verzerrte Linien, Möbel ohne Sinn, Menschen im Hintergrund mit verwischten Gesichtern.
  • Kein Alltag: Nie ein Foto mit Freunden, im Büro, mit dem Haustier oder bei schlechtem Wetter.

Im Videoanruf können Sie freundlich um etwas Spontanes bitten: den Kopf drehen, winken, ein Glas Wasser holen, den Raum zeigen. Ruckelt das Gesicht, passt der Mund nicht zum Ton oder bricht die Verbindung genau dann ab, ist Vorsicht angebracht. Mehr dazu in KI-Betrug beim Dating erkennen.

Wie schlagen Sie einen Videoanruf vor, ohne misstrauisch zu wirken?

Machen Sie den Videoanruf zu einem ganz normalen Schritt vor dem Treffen, nicht zu einem Test. Ein kurzer, freundlicher Vorschlag mit konkretem Zeitfenster wirkt selbstverständlich, und echte Menschen sagen meistens gern Ja.

Viele zögern, weil sie ihr Gegenüber nicht beleidigen möchten. Dabei ist ein Videoanruf vor dem ersten Date inzwischen ganz üblich. Auf Dating-Seiten duzt man sich meist, deshalb hier drei Beispiele in Du-Form, die Sie anpassen können:

  • „Ich schreibe wirklich gern mit dir. Wollen wir am Sonntagabend kurz videotelefonieren, bevor wir uns auf einen Kaffee treffen?“
  • „Bei mir gehört ein kurzer Videoanruf vor dem ersten Treffen einfach dazu. Hast du diese Woche mal zehn Minuten?“
  • „Ich würde gern mal deine Stimme hören und sehen, ob wir auch ohne Tippen so gut ins Gespräch kommen. Wann passt es dir?“

Ein Nein beim ersten Mal ist kein Beweis. Kommen aber auf jeden Vorschlag neue Ausreden, haben Sie Ihre Antwort. Ausführliche Tipps stehen im Ratgeber Videoanruf vor dem Date.

Was ist der Unterschied zwischen Fake-Profil und Love-Scamming?

Ein Fake-Profil täuscht eine falsche Identität vor. Beim Love-Scamming kommt die gezielte Absicht hinzu, mit der vorgetäuschten Beziehung an Ihr Geld zu kommen.

Jeder Love-Scam beginnt mit einem Fake-Profil, aber nicht jedes Fake-Profil ist ein Love-Scam. Der Unterschied hilft Ihnen einzuschätzen, wie groß die Gefahr ist und wen Sie einschalten sollten.

MerkmalFake-Profil (Catfishing)Love-Scamming
HauptzielTäuschung über die IdentitätGeld
Falsche IdentitätImmerImmer
Bitte um GeldManchmalFrüher oder später immer
DauerWochen bis MonateWochen bis Jahre
Hinter dem ProfilOft eine EinzelpersonOft organisierte Gruppen
StraftatNicht immerJa, Betrug

Wie Love-Scammer im Detail vorgehen, erklärt unser Ratgeber Love-Scamming: So funktioniert Liebesbetrug.

Warum fallen auch vorsichtige Menschen auf Fake-Profile herein?

Weil Fake-Profile nicht auf Dummheit setzen, sondern auf Gefühle wie Sehnsucht, Hilfsbereitschaft und Vertrauen. Das Landeskriminalamt Sachsen betont, dass sich das Risiko nicht an Alter, Beruf oder Bildung festmachen lässt.

Hinter vielen Fake-Profilen stehen geübte Täter mit Gesprächsleitfäden. Sie hören zu, merken sich Details und spiegeln Ihre Wünsche. Wer nach einer Trennung oder dem Verlust des Partners wieder sucht, ist besonders offen für Zuwendung, und genau darauf zielen sie. Das ist menschlich, nicht naiv.

Am besten schützt Sie eine feste Reihenfolge: erst prüfen, dann Gefühle investieren. Rückwärtssuche, Videoanruf und ein Treffen an einem öffentlichen Ort, bevor es ernst wird. Wer wieder ins Dating einsteigt, findet weitere Hinweise in Dating ab 50 und Dating nach dem Verlust des Partners.

Was tun, wenn Sie auf ein Fake-Profil hereingefallen sind?

Beenden Sie den Kontakt, sichern Sie alle Beweise, melden Sie das Profil der Plattform und erstatten Sie Anzeige, wenn Geld geflossen ist oder Sie Ausweiskopien geschickt haben.

Herauszufinden, dass die Person, mit der man wochenlang geschrieben hat, nicht existiert, tut weh. Wut, Scham und Traurigkeit sind ganz normale Reaktionen. Wichtig ist: Es ist nicht Ihre Schuld. So gehen Sie vor:

  1. Kontakt beenden. Konfrontieren Sie die Person nicht. Das bringt selten Ehrlichkeit, aber oft neue Lügen. Blockieren Sie sie auf allen Kanälen.
  2. Alles sichern. Machen Sie Screenshots vom Profil, von allen Chats, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Zahlungsbelegen, bevor das Konto verschwindet.
  3. Profil melden. Bei Smooch können Sie jedes Profil melden und blockieren. Meldungen prüft das Moderationsteam.
  4. Bank anrufen, falls Sie gezahlt haben. Je schneller, desto besser die Chance, eine Zahlung noch zu stoppen.
  5. Anzeige erstatten. Vor allem, wenn Geld geflossen ist oder Sie Kopien Ihres Ausweises verschickt haben, die missbraucht werden könnten. Wo das in Ihrem Land geht, steht im Ratgeber Love-Scam melden.
  6. Mit jemandem reden. Freunde, Familie oder ein Hilfetelefon. Niemand muss das allein verarbeiten.

Was tun, wenn Ihre eigenen Fotos für ein Fake-Profil verwendet werden?

Sichern Sie Screenshots, melden Sie das Profil bei der Plattform und warnen Sie Ihr Umfeld. Wird mit Ihren Bildern Geld erschlichen oder werden Sie bedroht, erstatten Sie Anzeige. In Deutschland schützt Sie zudem das Recht am eigenen Bild.

Betrüger nutzen nicht nur Fotos von Models, sondern auch ganz normale Bilder aus öffentlichen Social-Media-Konten. Wenn Sie auf Ihr eigenes Gesicht unter fremdem Namen stoßen, gehen Sie so vor:

  1. Screenshots machen: Profilname, Fotos, Link oder Adresse der Seite und Datum.
  2. Profil melden: Bei der Plattform, auf der es erscheint, mit dem Hinweis, dass es Ihre Fotos sind.
  3. Umfeld warnen: Freunde und Familie wissen dann, dass Nachrichten von diesem Profil nicht von Ihnen stammen.
  4. Anzeige prüfen: Werden Menschen mit Ihren Bildern betrogen oder werden Sie bedroht, wenden Sie sich an die Polizei.
  5. Eigene Konten absichern: Stellen Sie öffentliche Fotoalben auf privat und prüfen Sie, wer Ihre Bilder sehen kann.

In Deutschland dürfen Bildnisse nach § 22 des Kunsturhebergesetzes grundsätzlich nur mit Einwilligung der abgebildeten Person verbreitet werden. Wenn Sie rechtliche Schritte überlegen, lassen Sie sich beraten. Tipps für Fotos, die Sie gut zeigen, ohne zu viel preiszugeben, finden Sie in unseren Tipps für Profilfotos.

Häufige Fragen

Ist ein Fake-Profil strafbar?

Ein falsches Profil allein ist nicht immer eine Straftat. Strafbar wird es zum Beispiel, wenn damit Geld erschlichen, jemand bedroht oder erpresst wird. Dann sollten Sie Anzeige erstatten.

Kann ich ein KI-generiertes Profilbild mit der Rückwärtssuche finden?

Meist nicht, denn KI-Bilder gibt es nur ein einziges Mal und sie stehen nirgendwo sonst im Netz. Ein leeres Suchergebnis ist also kein Beweis für Echtheit. Ein Videoanruf ist hier aussagekräftiger.

Sind Männer oder Frauen häufiger von Fake-Profilen betroffen?

Beide. Betrüger geben sich gegenüber Frauen oft als Ärzte, Ingenieure oder Soldaten im Ausland aus, gegenüber Männern häufig als junge Frauen, die im Ausland arbeiten. Entscheidend sind die Warnzeichen, nicht das Geschlecht.

Wie viele Warnzeichen müssen zusammenkommen?

Es gibt keine feste Zahl. Ein einzelnes Signal kann harmlos sein. Sobald aber zwei oder mehr zusammenkommen, vor allem fehlende Videoanrufe und Geldfragen, sollten Sie die Person ernsthaft prüfen.

Ist es unhöflich, die Fotos eines Matches zu überprüfen?

Nein. Eine Rückwärtssuche ist eine einfache Vorsichtsmaßnahme und für die andere Person unsichtbar. Viele Menschen prüfen Profile, bevor sie sich treffen, und echte Matches haben dabei nichts zu befürchten.

Gibt es Fake-Profile auch auf kostenpflichtigen Dating-Seiten?

Ja. Kosten machen es Betrügern schwerer, aber nicht unmöglich. Achten Sie deshalb auf jeder Seite auf die Warnzeichen und nutzen Sie Prüfungen wie das Abzeichen „ID verified“ bei Smooch als zusätzlichen Anhaltspunkt.

Quellen

  1. Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes: Scamming (Warnzeichen und Prüftipps, geprüft im Oktober 2026)
  2. Netzwoche: BACS warnt vor KI-generierten Bildern beim Romance Scam (8. April 2026) (geprüft im Oktober 2026)
  3. Bundeskriminalamt Österreich: Infoblatt Love Scam (geprüft im Oktober 2026)
  4. Schweizerische Kriminalprävention: Romance Scam (geprüft im Oktober 2026)
  5. Google Hilfe: Mit einem Bild bei Google suchen (Bildersuche am Computer und „Mit Google Lens suchen“ in Chrome, geprüft im Oktober 2026)
  6. Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie (KunstUrhG), § 22 Recht am eigenen Bilde (geprüft im Oktober 2026)
  7. Landeskriminalamt Sachsen: Falsche Liebe im Netz (Medieninformation, 10. Mai 2024) (Risiko nicht an Alter, Beruf oder Bildung gebunden, geprüft im Oktober 2026)

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