Sicherheit beim Online-Dating: Ihr Ratgeber für eine sichere Partnersuche

Aktualisiert am 20. Oktober 2026 · Von Smooch-Redaktion · Verantwortlich: Bill Alena

Sicheres Online-Dating beruht auf drei Grundregeln: Schicken Sie niemandem Geld, den Sie nicht persönlich kennen. Prüfen Sie per Videoanruf, ob Ihr Gegenüber wirklich die Person auf den Fotos ist. Und treffen Sie sich beim ersten Mal an einem belebten, öffentlichen Ort. Hier finden Sie alle unsere Ratgeber zu Fake-Profilen, Love-Scamming und dem ersten Treffen sowie die richtigen Meldestellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Paar schaut gemeinsam lächelnd auf ein Smartphone und fühlt sich beim Online-Dating sicher

Welche Ratgeber zur Dating-Sicherheit gibt es bei Smooch?

Unsere Sicherheitsratgeber decken den ganzen Weg ab: vom Erkennen falscher Profile über Love-Scamming und KI-Betrug bis zur Checkliste fürs erste Date und den Meldestellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wie verbreitet ist Betrug beim Online-Dating?

Genaue Zahlen gibt es nur für die Schweiz: 2025 registrierte die Polizei dort 692 Straftaten mit dem Tatvorgehen „Romance Scam“. In Deutschland gibt es keine bundesweite Statistik, einzelne Länder melden aber Schäden in Millionenhöhe.

Die drei Länder erfassen Love-Scamming sehr unterschiedlich. Das Schweizer Bundesamt für Statistik weist Romance Scam als eigene Kategorie aus. Die Bundesregierung in Berlin schrieb dagegen im Dezember 2025, ihr lägen keine bundesweiten Zahlen vor. Österreich führt Love-Scams im Cybercrimereport als eine von vielen Formen des Internetbetrugs.

Offizielle Zahlen zu Love-Scamming (Auswahl)
GebietKennzahlJahr
Schweiz692 Straftaten „Romance Scam“, 682 Geschädigte2025
Sachsen368 Fälle, Schaden rund 4,6 Mio. Euro2023
Baden-WürttembergSchaden rund 18 Mio. Euro (Angabe des LKA)2024
ÖsterreichKeine eigene Zahl; 31.001 angezeigte Fälle von Internetbetrug insgesamt2025

Diese Zahlen sind ein Mindestmaß. Die Schweizerische Kriminalprävention und das Landeskriminalamt Sachsen weisen darauf hin, dass sich viele Betroffene schämen und den Betrug nicht anzeigen. Wichtig ist auch: Betroffen sind Frauen und Männer jeden Alters. In der Schweiz war 2025 die Gruppe der über 60-Jährigen am stärksten betroffen. Alle Zahlen mit Quellen und Verlauf finden Sie in unserer Love-Scamming-Statistik.

Die gute Nachricht: Die allermeisten Menschen auf Dating-Seiten suchen ehrlich nach einer Beziehung. Wer die typischen Maschen kennt, erkennt Betrüger meist lange bevor Geld fließt.

Welche Betrugsmaschen gibt es beim Online-Dating?

Die häufigsten Maschen sind Love-Scamming (vorgetäuschte Liebe, um Geld zu bekommen), Fake-Profile mit gestohlenen oder KI-erzeugten Fotos, Sextortion, Phishing-Links und angebliche Krypto-Investments, oft als „Pig Butchering“ bezeichnet.

Eine kleine Zahl von Betrügern nutzt die Offenheit auf Dating-Seiten aus. Wer ihre Maschen kennt, erkennt sie viel früher. Das Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) warnte im April 2026, dass Romance-Scams zusammen mit dem Online-Anlagebetrug die größten finanziellen Schäden verursachen und dass Betrüger dafür zunehmend KI-generierte Bilder einsetzen.

MascheSo läuft es abTypische Warnzeichen
Love-ScammingÜber Wochen oder Monate wird eine Liebesbeziehung vorgetäuscht, dann folgt eine Notlage und die Bitte um Geld.Schnelle Liebesschwüre, kein Treffen, keine Videoanrufe, plötzliche Geldsorgen
Fake-Profil (Catfishing)Jemand gibt sich mit fremden oder KI-erzeugten Fotos als eine andere Person aus.Zu perfekte Fotos, Widersprüche, Ausreden beim Videoanruf
SextortionDas Gespräch wird schnell intim, dann wird mit der Veröffentlichung von Bildern oder Videos gedroht.Druck, intime Fotos zu schicken oder sich vor der Kamera auszuziehen, schneller Wechsel auf einen Messenger
Phishing-LinksLinks führen auf gefälschte Login-Seiten oder laden Schadsoftware.Links schon in den ersten Nachrichten, ungewöhnliche Zeichen im Namen
Krypto-Anlagebetrug („Pig Butchering“)Nach dem Vertrauensaufbau wird eine angeblich lukrative Geldanlage auf einer gefälschten Plattform empfohlen.Gespräche über Krypto und schnelle Gewinne, Screenshots von angeblichen Renditen
Päckchen und SchecksSie sollen Pakete annehmen und weiterschicken oder Schecks einlösen und das Geld weiterüberweisen.Bitten um „kleine Gefallen“ mit Paketen, Schecks oder Ihrem Konto

Die letzte Masche wird oft unterschätzt. Die Polizeiliche Kriminalprävention warnt: Das Weiterleiten oder Aufbewahren solcher Päckchen ist illegal, und wer Schecks einlöst und das Geld weiterschickt, haftet als Kontoinhaber für die Rückzahlung. Im schlimmsten Fall droht Ihnen selbst eine Strafanzeige.

Ausführlich erklärt: So funktioniert Love-Scamming, So erkennen Sie Fake-Profile und KI-Betrug beim Dating erkennen.

Was tun bei Sextortion?

Zahlen Sie nicht, gehen Sie auf keine Forderung ein, brechen Sie den Kontakt ab, erstatten Sie Anzeige und lassen Sie die Aufnahmen über die Meldefunktion der Plattform löschen. Die Polizei sagt klar: Nach einer Zahlung hört die Erpressung meist nicht auf.

Bei Sextortion bauen Täter erst Vertrauen auf, oft mit einem attraktiven Profil und viel Aufmerksamkeit. Dann drängen sie auf intime Fotos oder einen Videochat, zeichnen heimlich auf und drohen, die Aufnahmen an Familie, Freunde oder Arbeitgeber zu schicken. Die Polizei beschreibt es so: Was wie ein harmloser Flirt beginnt, endet häufig mit hohen Geldforderungen.

  1. Nicht zahlen

    Überweisen Sie kein Geld und schicken Sie keine weiteren Bilder. Die Erpressung endet nach einer Zahlung meist nicht.

  2. Kontakt abbrechen

    Antworten Sie nicht mehr und blockieren Sie die Person auf allen Kanälen.

  3. Anzeige erstatten

    Wenden Sie sich an die Polizei und besprechen Sie dort auch, welche Chats und Screenshots Sie sichern sollen. In Deutschland erreichen Sie die Polizei unter 110, in Österreich unter 133, in der Schweiz unter 117.

  4. Aufnahmen melden

    Melden Sie veröffentlichte Bilder oder Videos beim Betreiber der Plattform, damit sie gelöscht werden.

Was sollten Sie vor dem ersten Treffen tun?

Prüfen Sie das Profil, machen Sie vorher einen Videoanruf, treffen Sie sich an einem belebten Ort, sagen Sie einer Vertrauensperson Bescheid und organisieren Sie Ihre An- und Abreise selbst.

Der Schritt vom Chat zum echten Treffen ist der Moment, in dem gute Gewohnheiten am meisten bringen. Diese sieben Punkte gehören vor jedes erste Date:

  • Profil prüfen: Achten Sie auf das Abzeichen „ID verified“ und darauf, ob die Fotos zueinander passen.
  • Videoanruf vorab: Ein paar Minuten per Video zeigen, ob die Person echt ist. Mehr dazu im Ratgeber Videoanruf vor dem Date.
  • Öffentlicher Ort: Café, Restaurant oder ein belebter Platz, nicht die eigene Wohnung.
  • Jemandem Bescheid geben: Ort, Uhrzeit und Profilname an eine Freundin, einen Freund oder ein Familienmitglied.
  • Eigene An- und Abreise: Lassen Sie sich beim ersten Treffen nicht abholen oder nach Hause bringen.
  • Persönliches für sich behalten: Adresse, Arbeitgeber und finanzielle Details erst, wenn echtes Vertrauen da ist.
  • Auf Ihr Gefühl hören: Sie dürfen jederzeit gehen, ohne sich zu erklären.

Alle 15 Regeln mit Erklärungen finden Sie in unserer Sicherheits-Checkliste fürs Online-Dating. Ideen für einen entspannten, öffentlichen Treffpunkt gibt es bei unseren Ideen fürs erste Date, und woran Sie beim Treffen selbst Warnsignale erkennen, steht in Warnsignale beim ersten Date.

Wie erkennen Sie ein Fake-Profil?

Typische Warnzeichen sind ständige Ausreden beim Videoanruf, auffallend professionelle Fotos, sehr schnelle Liebeserklärungen, Widersprüche in der Lebensgeschichte und der Wunsch, sofort auf WhatsApp oder Telegram zu wechseln.

  1. Kein Videoanruf: Die Kamera ist immer „kaputt“, das Netz immer zu schlecht.
  2. Zu perfekte Fotos: Jedes Bild wirkt wie aus einem Fotoshooting. Eine Bilder-Rückwärtssuche zeigt oft, woher die Fotos stammen.
  3. Liebe im Eiltempo: Große Gefühle nach wenigen Tagen, bevor Sie sich je gesehen haben.
  4. Widersprüche: Alter, Beruf oder Wohnort ändern sich, Details passen nicht zusammen.
  5. Schneller Plattformwechsel: Die Person drängt darauf, die Dating-Seite sofort zu verlassen.

Die Polizeiliche Kriminalprävention rät außerdem, den Namen der Person zusammen mit dem Wort „Scammer“ in eine Suchmaschine einzugeben, und warnt vor Chatnamen mit ungewöhnlichen Zeichen. Alle zwölf Warnzeichen mit Beispielen lesen Sie in unserem Ratgeber Fake-Profile erkennen.

Wie schützen Sie Ihre Daten und Ihre Privatsphäre beim Online-Dating?

Nutzen Sie eine eigene E-Mail-Adresse fürs Dating, verzichten Sie im Profil auf Nachnamen, Arbeitgeber und Wohnadresse, verwenden Sie Fotos, die nicht in Ihren sozialen Netzwerken stehen, und schicken Sie niemals Ausweiskopien.

Viele Risiken beginnen mit zu viel Information. Wer Ihren vollen Namen, Ihren Arbeitgeber und Ihr Wohnviertel kennt, kann Sie im Netz und im echten Leben leicht finden. Diese Gewohnheiten schützen Sie, ohne dass Ihr Profil unpersönlich wird:

WasBesser soWarum
E-Mail-AdresseEine eigene Adresse nur für Dating-SeitenDie Polizei rät dazu: Im Betrugsfall bleibt Ihr Hauptkonto geschützt
NameVorname reichtEin Nachname macht Sie per Suchmaschine auffindbar
FotosBilder, die nicht öffentlich in sozialen Netzwerken stehenEine Rückwärtssuche führt sonst direkt zu Ihren Konten
OrtStadt oder Region, keine StraßeIhre Adresse teilen Sie erst, wenn Sie jemandem vertrauen
Ausweis und BankdatenNie an Dating-Kontakte schickenLaut Polizei werden Ausweiskopien für Fälschungen missbraucht
Links und DateienNicht öffnen, wenn sie früh im Gespräch kommenSie können auf gefälschte Login-Seiten oder zu Schadsoftware führen

Auch die Dating-Seite selbst hat Ihre Daten. In Deutschland und Österreich gilt die Datenschutz-Grundverordnung: Sie können vom Anbieter Auskunft verlangen, welche Daten er über Sie speichert, und unter bestimmten Voraussetzungen die Löschung. Mehr Tipps für ein Profil, das sympathisch wirkt, ohne zu viel preiszugeben, finden Sie in Profiltext schreiben.

Was tun, wenn Sie betrogen wurden?

Zahlen Sie nichts mehr, rufen Sie sofort Ihre Bank an, sichern Sie alle Nachrichten und Belege, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei und melden Sie das Profil der Dating-Plattform.

  1. Keine weiteren Zahlungen

    Brechen Sie den Kontakt ab und überweisen Sie nichts mehr, auch nicht für angebliche Gebühren oder Rückzahlungen.

  2. Bank sofort anrufen

    Manchmal lässt sich eine Zahlung noch stoppen. In Deutschland sperren Sie Karten und Online-Banking rund um die Uhr über den Sperr-Notruf 116 116.

  3. Beweise sichern

    Screenshots von Profil, Chats, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Zahlungsbelegen, bevor der Täter sein Konto löscht.

  4. Anzeige erstatten

    In Deutschland bei der Polizei oder über die Onlinewachen der Länder, in Österreich bei jeder Polizeiinspektion, in der Schweiz bei der Kantonspolizei.

  5. Profil melden

    Melden Sie das Profil auf der Dating-Plattform, damit niemand sonst darauf hereinfällt.

Wichtige Nummern für Betroffene
LandPolizeiUnterstützung für OpferGespräch in der Krise
Deutschland110 oder OnlinewacheWeisser Ring, Opfer-Telefon 116 006TelefonSeelsorge 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
Österreich133 oder PolizeiinspektionOpfer-Notruf 0800 112 112Telefonseelsorge 142
Schweiz117 oder KantonspolizeiOpferhilfe 142Die Dargebotene Hand 143

Der Euro-Notruf 112 funktioniert in allen drei Ländern. Alle Meldestellen mit Details, etwa die Meldestelle Cybercrime in Österreich und das Meldeformular des BACS in der Schweiz, stehen in unserem Ratgeber Love-Scam melden.

Was tun, wenn ein Date übergriffig wird oder Sie belästigt?

Bei akuter Gefahr wählen Sie den Notruf. Danach helfen Beratungsstellen anonym und kostenlos: in Deutschland das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (116 016) und das Hilfetelefon „Gewalt an Männern“, in Österreich die Frauenhelpline, in der Schweiz die Opferhilfe (142).

Nicht jede Grenzüberschreitung passiert online. Manche Menschen werden nach einem Date mit Nachrichten überhäuft, bedrängt oder bedroht. Sie müssen das nicht aushalten. Blockieren Sie die Person, melden Sie sie bei der Dating-Seite und sichern Sie Nachrichten, falls Sie später Anzeige erstatten möchten.

  • Deutschland: Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter 116 016, rund um die Uhr. Männer erreichen das Hilfetelefon „Gewalt an Männern“ kostenfrei unter 0800 1239900.
  • Österreich: Frauenhelpline gegen Gewalt unter 0800 222 555, rund um die Uhr und kostenlos.
  • Schweiz: Opferhilfe unter 142, kostenlos und anonym.
  • Überall: Bei akuter Gefahr der Euro-Notruf 112.

Wie Sie ein Date höflich, aber bestimmt beenden, wenn Sie sich unwohl fühlen, erklärt unser Ratgeber Date beenden.

Woran erkennen Sie eine sichere Dating-Plattform?

An geprüften Profilen, einer Möglichkeit zur Identitätsprüfung, einer gut sichtbaren Melde- und Blockierfunktion, einem klaren Impressum, transparenten Preisen und einer einfachen Online-Kündigung. Absolute Sicherheit verspricht keine seriöse Seite.

Die Plattform kann viel dafür tun, dass Betrüger es schwer haben. Viele große Anbieter haben in den letzten Jahren nachgerüstet: Tinder und Bumble bieten zum Beispiel eine Prüfung mit Ausweis und Selfie an, die ein Abzeichen bringt. Fragen Sie sich bei jeder Seite:

FrageWoran Sie es erkennen
Werden neue Profile geprüft?Der Anbieter erklärt, wie Profile und Fotos vor der Freischaltung geprüft werden
Kann man die eigene Identität bestätigen?Es gibt eine Verifizierung mit Ausweis oder Selfie und ein sichtbares Abzeichen
Können Sie melden und blockieren?Die Funktion ist in jedem Profil und Chat leicht zu finden
Wer steht dahinter?Ein vollständiges Impressum mit Firmenname und Anschrift
Sind die Preise klar?Kosten und Laufzeit stehen da, bevor Sie zahlen
Kommen Sie wieder heraus?Eine einfache Online-Kündigung, in Deutschland über den Kündigungsbutton
Gibt es Sicherheitstipps?Der Anbieter erklärt offen, wie Sie sich selbst schützen

Mehr dazu, was ein Abzeichen leistet und was nicht, lesen Sie unter Verifiziertes Dating. Welche Apps in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet sind, zeigt unser Vergleich die besten Dating-Apps.

Wie schützt Smooch seine Mitglieder?

Bei Smooch werden neue Profile und Fotos geprüft, bevor sie erscheinen. Mitglieder können ihre Identität freiwillig mit Lichtbildausweis und Selfie bestätigen, und jedes Profil lässt sich blockieren und melden.

Smooch gibt es seit 2001. Für Ihre Sicherheit setzen wir auf mehrere Bausteine, die zusammenwirken:

  • Geprüfte Profile: Neue Profile und Fotos werden geprüft, bevor sie für andere sichtbar werden.
  • Freiwillige ID-Verifizierung: Mitglieder können ihre Identität mit einem Lichtbildausweis und einem Selfie bestätigen. Verifizierte Mitglieder tragen das Abzeichen „ID verified“.
  • Blockieren und Melden: Sie können jedes Mitglied blockieren und melden. Meldungen prüft das Moderationsteam von Smooch.
  • Online kündigen: Ihre Mitgliedschaft können Sie jederzeit online kündigen.

Keine Plattform kann Betrug ganz ausschließen. Ihre eigene Vorsicht bleibt deshalb wichtig. Mehr dazu unter Wie Smooch Sie schützt und Verifiziertes Dating. Smooch ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz neu; der Mitgliederbereich ist vorerst auf Englisch.

Häufige Fragen

Ist Online-Dating grundsätzlich sicher?

Für die meisten Menschen ja, wenn sie ein paar einfache Regeln beachten: kein Geld an Internetbekanntschaften, ein Videoanruf vor dem Treffen und das erste Date an einem öffentlichen Ort. Die große Mehrheit der Mitglieder auf Dating-Seiten sucht ehrlich nach einer Beziehung.

Welche Notrufnummern gelten in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Die Polizei erreichen Sie in Deutschland unter 110, in Österreich unter 133 und in der Schweiz unter 117. Der Euro-Notruf 112 funktioniert in allen drei Ländern.

Muss ich mich schämen, wenn ich auf einen Love-Scammer hereingefallen bin?

Nein. Love-Scammer gehen geplant und professionell vor und nutzen gezielt Gefühle aus. Betroffen sind Menschen jeden Alters und Bildungsstands. Wer Anzeige erstattet, hilft der Polizei und schützt andere.

Sollte ich meinen Nachnamen im Dating-Profil angeben?

Besser nicht. Vorname, Alter und die ungefähre Region reichen völlig. Nachname, Arbeitgeber und Wohnadresse teilen Sie erst, wenn Sie die Person kennen und ihr vertrauen.

Ist es verdächtig, wenn jemand auf Englisch schreibt?

Nicht automatisch, viele Menschen leben mehrsprachig. Die Polizeiliche Kriminalprävention weist aber darauf hin, dass kurze englischsprachige Kontaktanfragen ein typisches Muster von Love-Scammern sind. Achten Sie dann besonders auf weitere Warnzeichen.

Wie sicher ist ein Videoanruf noch, wenn es Deepfakes gibt?

Ein Videoanruf bleibt einer der besten Echtheitstests, ist aber kein Beweis. Bitten Sie um spontane Gesten, achten Sie auf unnatürliche Bewegungen und bleiben Sie wachsam, sobald Geld ins Spiel kommt. Mehr dazu in KI-Betrug beim Dating erkennen.

Quellen

  1. Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes: Scamming (Warnzeichen, separate E-Mail-Adresse, Ausweiskopien, Päckchen und Schecks, geprüft im Oktober 2026)
  2. Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes: Sextortion (geprüft im Oktober 2026)
  3. Netzwoche: BACS warnt vor KI-generierten Bildern beim Romance Scam (8. April 2026) (geprüft im Oktober 2026)
  4. Bundesamt für Statistik (BFS): Digitale Kriminalität, Modi Operandi und geschädigte Personen (T 19.02.09.01.03) (Romance Scam 2025, abgerufen im Oktober 2026)
  5. Bundesamt für Statistik (BFS): Medienmitteilung Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 (23. März 2026) (über 60-Jährige am stärksten betroffen, geprüft im Oktober 2026)
  6. Deutscher Bundestag: Antwort der Bundesregierung „Love Scamming, Milliardenbetrug durch Organisierte Kriminalität“, Drucksache 21/3289 (16. Dezember 2025) (keine bundesweiten Statistiken, geprüft im Oktober 2026)
  7. Landeskriminalamt Sachsen: Falsche Liebe im Netz (Medieninformation, 10. Mai 2024) (Zahlen für 2023, geprüft im Oktober 2026)
  8. Schwäbische Zeitung (dpa): Love-Scamming, immer mehr Opfer verlieren hohe Summen (20. Februar 2026) (Angaben des LKA Baden-Württemberg, geprüft im Oktober 2026)
  9. Bundesministerium für Inneres (Österreich): Cybercrimereport 2025 (Internetbetrug 2025 und Abschnitt „Pig Butchering“, geprüft im Oktober 2026)
  10. Schweizerische Kriminalprävention: Romance Scam (geprüft im Oktober 2026)
  11. Onlinewachen der Polizeien in Deutschland (geprüft im Oktober 2026)
  12. Sperr-Notruf 116 116 (geprüft im Oktober 2026)
  13. Weisser Ring: Opfer-Telefon 116 006 (geprüft im Oktober 2026)
  14. TelefonSeelsorge Deutschland (geprüft im Oktober 2026)
  15. oesterreich.gv.at: Beratung für Verbrechensopfer (Opfer-Notruf) (geprüft im Oktober 2026)
  16. Gesundheitsportal Österreich: Notrufnummern (Polizei 133, Telefonseelsorge 142, geprüft im Oktober 2026)
  17. Die Dargebotene Hand (Schweiz): 143 (geprüft im Oktober 2026)
  18. Kantonspolizei Thurgau: Notrufnummern-Karte (Polizei 117, Euro-Notruf 112, geprüft im Oktober 2026)
  19. Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen, 116 016 (geprüft im Oktober 2026)
  20. Hilfetelefon Gewalt an Männern, 0800 1239900 (geprüft im Oktober 2026)
  21. Frauenhelpline gegen Gewalt (Österreich), 0800 222 555 (geprüft im Oktober 2026)
  22. Opferhilfe Schweiz, 142 (geprüft im Oktober 2026)
  23. Techbook: Tinder führt Identitäts- und Altersprüfung in Deutschland ein (9. April 2025) (geprüft im Oktober 2026)
  24. Bumble Support: Verifying with your ID (geprüft im Oktober 2026)
  25. Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Saarland: Betroffenenrechte nach der DSGVO (Auskunft (Art. 15) und Löschung (Art. 17), geprüft im Oktober 2026)

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