Behörden in allen drei Ländern beobachten, dass KI im Betrug eine wachsende Rolle spielt. Das Bundeslagebild Cybercrime 2025 des Bundeskriminalamts hält fest, dass KI-Tools im Cybercrime-Bereich an Bedeutung gewinnen und Angriffe effizienter und professioneller machen. Der österreichische Cybercrimereport 2025 beschreibt, dass sich der Trend zum Einsatz von KI für betrügerische Deepfakes 2025 fortgesetzt hat.
Für das Online-Dating besonders deutlich wurde das Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) im April 2026: Romance-Scammer nutzen zunehmend KI-generierte Bilder, etwa von angeblichen Angehörigen im Krankenhausbett, angeschlossen an medizinische Geräte. Teils werden persönliche Details eingebaut, wie ein gerahmtes Foto oder eine Tasse mit dem Namen des Opfers. Es folgen „Updates“ über einen sich verschlechternden Zustand und steigende Behandlungskosten. Stirbt der „Patient“, schicken die Täter manchmal KI-Bilder von Grabsteinen oder gefälschte Todesanzeigen.
| KI-Einsatz | Wofür Betrüger ihn nutzen | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|
| KI-Profilbilder | Attraktive Gesichter, die bei keiner Rückwärtssuche auftauchen | Zu glatte Haut, seltsame Details, keine Alltagsfotos |
| KI-Texte | Lange, gefühlvolle Nachrichten in fehlerfreiem Deutsch | Allgemeine Antworten, die nicht auf Ihre Fragen eingehen |
| KI-„Beweisfotos“ | Krankenhaus, Unfall, Zollbescheid als Druckmittel | Notlagen, die immer genau dann kommen, wenn es um Geld geht |
| Deepfake-Video | Ein Gesicht im Videoanruf, das zu den Profilfotos passt | Ruckeln bei Kopfbewegungen, verrutschende Konturen |
| Stimmklone | Kurze Sprachnachrichten oder Anrufe mit passender Stimme | Ausweichen bei spontanen Rückfragen |
