Betrugsmaschen beim Online-Dating: Die 8 häufigsten Tricks und wie Sie sie erkennen

Aktualisiert am 20. Oktober 2026 · Von Smooch-Redaktion · Verantwortlich: Bill Alena

Fast alle Betrugsmaschen beim Online-Dating laufen auf dasselbe hinaus: Jemand, den Sie nur online kennen, will Geld, Daten oder intime Bilder. Polizei und Behörden in Deutschland, Österreich und der Schweiz warnen vor allem vor falschen Soldaten und Ärzten im Ausland, Krypto-Anlagen, Sextortion, Abofallen, angeblichen Zollgebühren, Erbschaftsgeschichten, Identitätsdiebstahl und KI-Fälschungen. Die wichtigste Regel: kein Geld an Online-Bekanntschaften.
Mann prüft auf dem Laptop misstrauisch eine Nachricht von einer Online-Bekanntschaft

Welche Betrugsmaschen treffen Singles beim Online-Dating?

Die Behörden nennen acht wiederkehrende Muster. Sie unterscheiden sich im Einstieg, enden aber fast immer mit einer Bitte um Geld, Ausweiskopien, Kontozugang oder intime Aufnahmen.

Die Tabelle gibt einen schnellen Überblick. Darunter finden Sie zu jeder Masche, wie sie beginnt, woran Sie sie erkennen und was Sie tun sollten. Wo Sie in Ihrem Land Anzeige erstatten, steht ausführlich in Love-Scam melden.

Die häufigsten Betrugsmaschen beim Online-Dating, nach Warnungen von Polizei und Behörden (Stand Oktober 2026)
MascheTypischer EinstiegWorum es den Tätern gehtWichtigstes Warnzeichen
Falscher Soldat, Arzt oder Ingenieur im AuslandFreundschaftsanfrage oder Nachricht auf Dating-Seite, Facebook oder WhatsAppGeld für eine erfundene NotlageGroße Gefühle, aber nie ein Treffen
Krypto- und AnlagebetrugRomantischer Chat, später Tipps zu einer Trading-PlattformImmer höhere EinzahlungenTraumrenditen und Druck, mehr zu investieren
SextortionFlirt, der schnell in einen Videochat wechseltGeld gegen das Versprechen, Aufnahmen nicht zu veröffentlichenDrängen auf Nacktheit vor der Kamera
Gefälschte Dating-Seiten und AbofallenGünstiges Probeangebot oder auffällig viele Nachrichten nach der AnmeldungLaufende Abo-KostenKleingedrucktes zu Verlängerung und Kosten
Paket-, Zoll- und GebührentricksEin Geschenk oder die Person selbst hängt angeblich beim Zoll festGebühren, Steuern, AuslösesummenZahlung an ein Auslandskonto oder per Gutscheincode
Erbschaft und GeschäftsproblemeErbe, Goldfund oder Großauftrag, der nur noch eine Gebühr entfernt istVorschüsse für Notar, Steuern, AnwälteErst zahlen, dann angeblich viel mehr zurückbekommen
Identitätsdiebstahl und GeldkuriereBitte um Ausweiskopie, Konto oder Ihre Adresse für PaketeIhre Identität und Ihr Konto für StraftatenSie sollen Geld oder Pakete weiterleiten
KI-DeepfakesPerfekte Fotos, Sprachnachrichten oder kurze VideosGlaubwürdigkeit für eine der Maschen obenKein spontaner, längerer Live-Videoanruf möglich

Wie funktioniert der Love-Scam mit dem falschen Soldaten oder Arzt im Ausland?

Die Täter geben sich als Soldat, Arzt, Pilot, Ingenieur oder Bohrinselarbeiter im Ausland aus, bauen über Wochen eine Liebesbeziehung auf und erfinden dann eine Notlage. Zu einem Treffen kommt es nie.

So beginnt es: Laut Polizeilicher Kriminalprävention kommt der erste Kontakt über Dating-Seiten oder soziale Netzwerke, oft mit einer kurzen Nachricht auf Englisch. Das österreichische Bundeskriminalamt nennt als typische Rollen Ärzte, Soldaten, Piloten, Bohrinselarbeiter und junge, attraktive Frauen, die im Ausland arbeiten. Die Schweizerische Kriminalprävention (SKP) beschreibt etwa den kanadischen Top-Manager oder den amerikanischen Soldaten im Einsatz. Die Profilfotos sind meist gestohlen.

  • Warnzeichen: sehr schnelle Liebesschwüre und Heiratspläne, ein Beruf, der Treffen und Videoanrufe angeblich unmöglich macht, Fragen nach Ihren Finanzen, ständig neue Ausreden.
  • Die Notlage: Überfall, beschlagnahmter Pass, Unfall, Krankenhaus, die Operation eines Kindes, eine unbezahlte Hotelrechnung oder Gebühren für die Ausreise. Die Polizei weist darauf hin, dass es solche Ausreisegebühren offiziell nicht gibt.
  • Die Zahlung: meist per Bargeldtransfer, Überweisung ins Ausland oder, laut Bundeskriminalamt Österreich, auch mit Apple- und Steam-Gutscheinen.
  • Was Sie tun: kein Geld schicken, Kontakt abbrechen, das Foto per Rückwärtssuche prüfen und den Namen zusammen mit dem Wort „Scammer“ suchen. Bei Smooch und anderen Plattformen das Profil melden.

Wie Love-Scammer Vertrauen aufbauen und Gefühle ausnutzen, beschreibt unser Ratgeber Love-Scamming ausführlich. Typisch ist auch übertriebene Zuneigung am Anfang, mehr dazu unter Love-Bombing erkennen.

Was ist Pig Butchering, der Krypto-Betrug über Dating-Kontakte?

Beim Pig Butchering (auch Romance Baiting) flirtet der Täter wochenlang und erwähnt dann eine Krypto- oder Trading-Plattform mit angeblich hohen Gewinnen. Die Gewinne sind gefälscht, das eingezahlte Geld ist weg.

So beginnt es: Der Kontakt wirkt zunächst wie ein normaler Flirt, der bald auf WhatsApp oder Telegram weiterläuft. Irgendwann erzählt Ihr Gegenüber beiläufig, wie gut eine Geldanlage läuft, und bietet an, Ihnen zu zeigen, wie es geht. Die SKP beschreibt, wie Opfer so auf eine bestimmte gefälschte Webseite geführt werden. Laut Bundesregierung stehen hinter diesem Romance Baiting häufig sogenannte Scam-Center in Südostasien.

  • Warnzeichen: Ihre Online-Liebe ist auffällig erfolgreich mit Krypto oder Devisen, die Plattform zeigt schnell hohe Gewinne, eine Auszahlung klappt nur gegen „Steuern“ oder „Gebühren“, Sie sollen Kredite aufnehmen.
  • Wie groß das Problem ist: Das österreichische Innenministerium bezifferte den Schaden durch Betrug mit gefälschten Online-Trading-Plattformen 2025 auf zirka 120 Millionen Euro. Am Ende stehen laut Cybercrimereport oft Kreditforderungen und Erpressungsversuche, auch mit intimen Bildern.
  • Was Sie tun: nichts mehr einzahlen, auch keine „Auszahlungsgebühr“. Bank sofort informieren, Screenshots der Plattform und der Chats sichern, Anzeige erstatten. Die Polizei rät grundsätzlich: Traumhafte Renditen können ein Warnsignal sein, hohe Gewinne bedeuten immer hohes Risiko.

Wie läuft Sextortion beim Online-Dating ab?

Die Täter lenken den Flirt schnell in einen Videochat, bringen Sie dazu, sich auszuziehen, und nehmen das heimlich auf. Danach drohen sie, die Aufnahmen zu veröffentlichen, wenn Sie nicht zahlen. Zahlen Sie nicht.

So beginnt es: Laut Polizeilicher Kriminalprävention kommt der Kontakt über soziale Netzwerke oder Dating-Plattformen. Die Täter lenken die Kommunikation schnell auf Video-Telefonie um. Oft ist das Gegenüber auffällig attraktiv und sehr direkt. Hinter vielen Fällen stehen organisierte Gruppen im Ausland, teils auch Bots.

  • Warnzeichen: frühes Drängen auf einen Videochat mit erotischem Inhalt, Kamera des Gegenübers „kaputt“ oder nur ein abgespieltes Video, Wechsel auf eine andere App kurz nach dem Match.
  • Variante ohne Material: Manche Täter verschicken massenhaft Erpressermails und behaupten, kompromittierende Videos zu besitzen, ohne welche zu haben.
  • Was Sie tun: nicht zahlen, denn die Erpressung hört nach der Zahlung meist nicht auf. Kontakt sofort abbrechen, Anzeige bei der Polizei erstatten und mit ihr klären, welche Beweise Sie sichern sollen. Den Plattformbetreiber auffordern, Bilder zu löschen, und die Melde-Funktion nutzen.
  • Vorbeugen: Stimmen Sie nicht vorschnell einem Videochat zu und verschicken Sie keine Nacktaufnahmen an Menschen, die Sie nicht persönlich kennen.

Ein kurzer Videoanruf ist trotzdem ein guter Echtheitstest, solange er angezogen und ohne Druck stattfindet. Worauf Sie dabei achten sollten, lesen Sie unter Videoanruf vor dem Date.

Woran erkennen Sie gefälschte Dating-Seiten und Abofallen?

Warnzeichen sind sehr billige Probeangebote, die sich automatisch in teure Abos verlängern, auffällig viele Nachrichten direkt nach der Anmeldung und ein fehlendes oder ausländisches Impressum. Lesen Sie vor dem Bezahlen Preise, Laufzeit und Kündigungsregeln.

Nicht jeder Ärger ist ein Verbrechen. Manche Anbieter arbeiten legal, aber mit Kostenfallen. Andere Seiten sind komplett gefälscht und kopieren sogar bekannte Marken.

  • Probeabos: Die Verbraucherzentrale Hamburg nennt Angebote wie „1 Euro für 14 Tage“ ein Warnsignal, weil sie sich oft automatisch in teure und langfristige Mitgliedschaften verlängern.
  • Animierte Profile: Manche Anbieter arbeiten mit sogenannten Moderatoren oder Controllern. Dann schreiben Sie nicht mit echten Singles, sondern mit Mitarbeitenden des Anbieters. Laut Europäischem Verbraucherzentrum Deutschland haben Gerichte entschieden, dass ein Hinweis darauf im Kleingedruckten nicht ausreicht.
  • Wertersatz: Wer innerhalb von 14 Tagen widerruft, soll bei manchen Anbietern hohe Summen für schon erstellte Partnervorschläge zahlen. Laut EVZ darf Wertersatz in der Regel nur zeitanteilig berechnet werden.
  • Impressum prüfen: Wer hinter der Seite steht, muss im Impressum stehen. Ein Firmensitz im Ausland macht es schwerer, Ihr Geld zurückzubekommen.
  • Kündigen: Seit März 2022 abgeschlossene Verträge in Deutschland verlängern sich nach der Mindestlaufzeit nur noch auf unbestimmte Zeit und sind dann jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündbar. Online geschlossene Verträge kündigen Sie über den gesetzlich vorgeschriebenen Kündigungsbutton.

Was seriöse Plattformen kosten und worauf Sie bei Laufzeiten achten, zeigt unser Kostenvergleich der Partnerbörsen. Wie Sie eine echte Seite von einer Kopie unterscheiden, auch bei Smooch, erklärt Ist Smooch seriös?. Bei Smooch sehen Sie den Preis, bevor Sie bezahlen, und können die Mitgliedschaft jederzeit online kündigen; wie das geht, steht unter Mitgliedschaft kündigen.

Was steckt hinter Paket-, Zoll- und Gebührentricks?

Ein angebliches Geschenk, Geld oder sogar die Person selbst steckt beim Zoll fest, und Sie sollen Gebühren zahlen. Der echte Zoll fordert nie Zahlungen auf ausländische Konten, per Link oder per Prepaid-Code.

So beginnt es: Ihr Online-Partner kündigt ein wertvolles Paket an, will Ihnen Geld schicken oder ist angeblich auf dem Weg zu Ihnen. Kurz darauf meldet sich ein „Zollbeamter“, ein „Kurierdienst“ oder eine „Behörde“: Für die Freigabe seien Gebühren, Steuern oder eine Strafe fällig. Die Polizei nennt auch Visakosten und Flugtickets als häufige Forderungen.

  • Warnzeichen: Zahlung auf ein Konto im Ausland, über einen Bargeldtransfer, per Paysafecard-Code oder Gutschein, dazu Zeitdruck und Drohungen.
  • Was der echte Zoll sagt: „Der Zoll wird nie Geldzahlung auf ein ausländisches Bankkonto fordern“, sagte ein Sprecher des Hauptzollamts München zu einem solchen Fall. Das Hauptzollamt Schweinfurt betont, dass der Zoll Paketempfänger nie per SMS mit Links zu Zahlungen auffordert, sondern schriftlich per Post kommuniziert. Laut Verbraucherzentrale NRW verlangt der Zoll auch nie Zahlungen über anonyme Prepaid-Dienste.
  • Was Sie tun: nicht zahlen, auf keinen Link klicken. Im Zweifel die zuständige Zollbehörde selbst kontaktieren, mit einer Nummer, die Sie von der offiziellen Website haben, nicht aus der Nachricht.

Wie erkennen Sie Erbschafts- und Geschäftsgeschichten?

Ein großes Erbe, ein Goldfund oder ein Geschäft mit riesigem Gewinn wartet angeblich nur noch auf eine kleine Gebühr. Wer zuerst zahlen soll, um später viel mehr zu bekommen, wird betrogen. Die Polizei nennt das Vorschussbetrug.

So beginnt es: Ihr Online-Partner ist angeblich Geschäftsmann, Rohstoffhändler oder Ingenieur auf einem Großprojekt. Laut Bundesregierung geben sich Love-Scammer häufig als englischsprachige westliche Geschäftsleute aus. Dann gibt es Probleme: gesperrte Kreditkarten, blockierte Konten, ein Auftrag, der nur noch an einer Gebühr hängt. Oder es geht um ein Erbe, für das zuerst Notarkosten oder Steuern fällig sein sollen.

  • Warnzeichen: Sie sollen „nur vorstrecken“ und bekommen später alles doppelt zurück. Es gibt Dokumente, Urkunden oder Bankbestätigungen, die echt aussehen. Die SKP erinnert: Im Internet kann alles gefälscht sein, auch Dokumente und Belege.
  • Was Sie tun: keine Vorschüsse, keine „Darlehen“ an Online-Bekanntschaften, auch nicht in kleinen Beträgen. Wer einmal zahlt, wird laut SKP mit immer neuen Tricks weiter bedrängt.

Wie werden Opfer zu Geldkurieren oder verlieren ihre Identität?

Täter verlangen Ausweiskopien, Konto- oder Adressdaten und bitten Sie, Geld oder Pakete weiterzuleiten. Damit eröffnen sie Konten oder Verträge in Ihrem Namen oder waschen Geld über Ihr Konto. Sie können sich dabei selbst strafbar machen.

So beginnt es: Ihr Gegenüber braucht angeblich eine Kopie Ihres Ausweises für ein Visum, ein Flugticket oder eine Überweisung. Oder Sie sollen Geld auf Ihrem Konto empfangen und weiterschicken, Schecks einlösen oder Pakete annehmen und weitersenden. Die Polizei warnt, dass Ausweiskopien zum Fälschen von Dokumenten genutzt werden und dass Sie durch das Weiterleiten selbst haftbar werden können.

  • Geldkuriere: Die Bundesregierung berichtet, dass Love-Scam-Opfer teils wissentlich oder unwissentlich als sogenannte Finanzagenten zur Geldwäsche eingesetzt werden. Die SKP warnt vor strafrechtlichen Folgen wegen Geldwäsche oder Hehlerei.
  • Identitätsdiebstahl: Mit Ihren Daten können Kriminelle laut Polizei Waren bestellen, Verträge oder Kredite abschließen. Viele merken es erst, wenn Rechnungen oder Mahnungen kommen. Auch sehr offene Dating-Profile liefern Tätern Informationen.
  • Was Sie tun: keine Ausweisdokumente schicken, nie Ihr Konto oder Ihre Adresse für fremde Zahlungen und Sendungen zur Verfügung stellen. Wurden Ihre Daten missbraucht: Anzeige erstatten, Bank informieren, Ausweis und Online-Ausweisfunktion sperren lassen, in Deutschland eine kostenlose SCHUFA-Selbstauskunft anfordern, Passwörter ändern.

Woran Sie ein falsches Profil erkennen, bevor Sie Daten preisgeben, zeigt Fake-Profile erkennen.

Wie nutzen Betrüger KI und Deepfakes beim Dating?

Betrüger erzeugen mit KI täuschend echte Fotos, Stimmen und Videos und schreiben fehlerfreie Nachrichten in jeder Sprache. Ein spontaner, längerer Live-Videoanruf und persönliche Rückfragen bleiben der beste Test.

Laut Polizeilicher Kriminalprävention ermöglicht moderne KI-Technik täuschend echte Stimmen und Videos. Das Schweizer Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) warnt ausdrücklich vor KI-generierten Bildern beim Romance Scam. KI ist dabei keine eigene Masche, sondern macht die anderen Maschen glaubwürdiger: Das Profilfoto ist kein gestohlenes Bild mehr, das eine Rückwärtssuche findet, und die Sprachnachricht klingt echt.

  • Warnzeichen: Stimme klingt blechern oder unnatürlich, Lippenbewegungen passen nicht ganz zum Ton, seltsame Bewegungen im Video, das Gespräch bricht ab, sobald Sie etwas Ungeplantes verlangen.
  • Was Sie tun: Bitten Sie im Videoanruf um etwas Spontanes, etwa einen bestimmten Gegenstand zu zeigen oder den Kopf zur Seite zu drehen. Stellen Sie persönliche Fragen, deren Antwort man nicht nachschlagen kann. Beenden Sie im Zweifel das Gespräch. Die Polizei empfiehlt die Regel: Stoppen, Hinterfragen, Schützen.

Mehr Erkennungsmerkmale für KI-Bilder und KI-Texte finden Sie unter KI-Betrug erkennen.

Was tun Sie, wenn Sie auf eine Masche hereingefallen sind?

Keine weiteren Zahlungen, sofort die Bank anrufen, alle Beweise sichern, Kontakt abbrechen und Anzeige erstatten. Melden Sie das Profil zusätzlich der Plattform. Sie haben sich nicht dumm verhalten: Die Täter sind Profis.

  1. Zahlungen stoppen

    Auch keine „letzte Gebühr“ und keine Zahlung an angebliche Geldrückholer.

  2. Bank anrufen

    Fragen Sie, ob Zahlungen zurückgeholt werden können. In Deutschland sperrt der Sperr-Notruf 116 116 Karten und Online-Banking.

  3. Beweise sichern

    Screenshots von Profil, Chats, Telefonnummern, Kontodaten, Links und Zahlungsbelegen.

  4. Anzeige erstatten

    In Deutschland bei jeder Polizeidienststelle oder über die Onlinewachen, in Österreich bei jeder Polizeiinspektion, in der Schweiz bei der Kantonspolizei. Alle Wege stehen in Love-Scam melden.

  5. Profil melden

    Bei Smooch können Sie jedes Mitglied blockieren und melden; das Moderationsteam prüft jede Meldung. Wie Smooch Profile prüft, lesen Sie unter Wie Smooch Sie schützt.

  6. Hilfe holen

    Sprechen Sie mit einer Vertrauensperson. Opferhilfe und Seelsorge in allen drei Ländern sind kostenlos erreichbar.

Häufige Fragen

Welche Betrugsmasche ist beim Online-Dating am häufigsten?

Eine verlässliche Rangliste gibt es nicht, weil die Länder unterschiedlich zählen. In der Schweiz registrierte die Polizei 2025 laut Bundesamt für Statistik 692 Straftaten mit dem Vorgehen „Romance Scam“. Mehr Zahlen finden Sie in unserer Seite Love-Scamming in Zahlen.

Mein Online-Partner will mir Geld schicken. Ist das auch Betrug?

Sehr oft ja. Entweder sollen Sie danach Gebühren für die Freigabe zahlen, oder Sie sollen das Geld weiterleiten und werden so zum Geldkurier. Lehnen Sie ab und geben Sie keine Kontodaten heraus.

Ich habe nur einmal einen kleinen Betrag geschickt. Lohnt sich eine Anzeige?

Ja. Jede Anzeige hilft der Polizei, Täter und Maschen zu erkennen. Außerdem melden sich nach einer ersten Zahlung oft weitere Forderungen, und eine Anzeige dokumentiert, was passiert ist.

Ist eine Seite seriös, nur weil sie im App Store steht?

Nicht automatisch. Prüfen Sie Impressum, Preise, Laufzeit und Kündigungsregeln vor dem Bezahlen und achten Sie auf Hinweise zu Moderatoren oder animierten Profilen in den AGB.

Kann mich jemand mit KI imitieren, wenn ich Fotos im Profil habe?

Grundsätzlich lassen sich öffentliche Fotos und Videos für Fälschungen nutzen. Teilen Sie deshalb sparsam, verwenden Sie für Dating nicht dieselben Fotos wie beruflich, und reagieren Sie misstrauisch, wenn jemand ungewöhnlich viele Bilder oder Sprachnachrichten von Ihnen möchte.

Quellen

  1. Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes: Scamming (Rollen, Notlagen, Ausreisegebühren, Ausweiskopien, Pakete weiterleiten; geprüft im Oktober 2026)
  2. Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes: Sextortion (geprüft im Oktober 2026)
  3. Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes: Identitätsdiebstahl (geprüft im Oktober 2026)
  4. Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes: Deepfake-Betrug (Warnzeichen und Regel Stoppen, Hinterfragen, Schützen; geprüft im Oktober 2026)
  5. Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes: Kredit- und Anlagebetrug (geprüft im Oktober 2026)
  6. Deutscher Bundestag: Antwort der Bundesregierung „Love Scamming, Milliardenbetrug durch Organisierte Kriminalität“, Drucksache 21/3289 (16. Dezember 2025) (Geschäftsleute und Militärangehörige, Romance Baiting, Scam-Center, Finanzagenten; geprüft im Oktober 2026)
  7. Bundeskriminalamt Österreich: Infoblatt Love-Scam (Rollen, Apple- und Steam-Gutscheine; geprüft im Oktober 2026)
  8. Bundesministerium für Inneres (Österreich): Cybercrimereport 2025 (Cyber-Trading-Fraud zirka 120 Mio. Euro Schaden 2025, Pig Butchering; geprüft im Oktober 2026)
  9. Schweizerische Kriminalprävention: Romance Scam (Anlagebetrug, Money Mules, Folgebetrug; geprüft im Oktober 2026)
  10. Netzwoche: BACS warnt vor KI-generierten Bildern beim Romance Scam (8. April 2026) (geprüft im Oktober 2026)
  11. Verbraucherzentrale Hamburg: Online-Dating ohne Abzocke, 10 Tipps für die Partnersuche (Stand 22. Juli 2025) (Probeabos, Moderatoren, Wertersatz, Kündigungsbutton; geprüft im Oktober 2026)
  12. Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland: Valentinstag, Vorsicht vor Kostenfallen bei Online-Partnerbörsen (10. Februar 2026) (Fake-Profile, Wertersatz nur zeitanteilig; geprüft im Oktober 2026)
  13. Abendzeitung München: Münchner Zoll warnt vor Love-Scamming-Masche (14. November 2019) (Zitat Hauptzollamt München; geprüft im Oktober 2026)
  14. Hauptzollamt Schweinfurt: Pressemitteilung Warnung vor Betrugsmasche (8. Mai 2023) (geprüft im Oktober 2026)
  15. Verbraucherzentrale NRW: Betrug mit falschen Zoll-E-Mails (2. Oktober 2020) (geprüft im Oktober 2026)
  16. Bundesamt für Statistik (BFS): Digitale Kriminalität, Modi Operandi und geschädigte Personen (T 19.02.09.01.03) (Romance Scam 2025; abgerufen im Oktober 2026)
  17. Sperr-Notruf 116 116 (geprüft im Oktober 2026)

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