Beispiel 4: Elisabeth, 56, Wien, die Kaffeehaus-Liebhaberin
„Ich bin Buchhändlerin und verbringe meine freien Vormittage im Kaffeehaus, mit einer Melange und mehr Zeitungen, als ich lesen kann. Im Sommer fahre ich gern in die Wachau, im Winter in die Oper, auf Stehplatz, weil ich lieber öfter gehe als teurer. Meine Tochter studiert in Innsbruck, seitdem ist es zu Hause ruhiger, und ich merke, dass mir ein Gegenüber fehlt. Ich suche einen Mann mit Herz und Hirn, der gern liest, gern spaziert und über sich selbst lachen kann. Welches Buch hat dich zuletzt nicht mehr losgelassen?“
- Wienerisch, ohne Klischee: Melange, Wachau, Stehplatz in der Oper. Echt und unaufgeregt.
- Verletzlich ohne Jammern: „Mir fehlt ein Gegenüber“ ist ehrlich und berührend.
- Perfekter Aufhänger: Die Frage nach dem Buch passt zu ihrem Beruf und lädt zum Erzählen ein.
Beispiel 5: Petra, 61, Bremen, die Chorsängerin
„Ich singe im Chor im Sopran, meistens richtig, und bin sonst die, die bei jeder Familienfeier den Kuchen mitbringt. Ich war lange verheiratet, bin jetzt seit einigen Jahren allein und habe gelernt, dass ich gut mit mir auskomme. Trotzdem wäre es schön, sonntags nicht allein an der Weser entlangzuradeln. Ich habe zwei Enkel, einen Schrebergarten mit mehr Zucchini, als ein Mensch essen kann, und ein Faible für Krimis aus Skandinavien. Wenn du Zucchini magst oder zumindest so tun kannst, freue ich mich auf deine Nachricht.“
- Selbstbewusst: „Ich komme gut mit mir aus“ zeigt, dass sie nicht verzweifelt sucht.
- Warmherziger Humor: Der Zucchini-Überschuss kennt jeder Gartenbesitzer.
- Konkreter Wunsch: Sonntags gemeinsam an der Weser radeln ist ein Bild, kein Schlagwort.
Beispiel 6: Monika, 67, Dresden, die Neugierige
„Seit ich in Rente bin, mache ich all das, wofür früher keine Zeit war: Italienischkurs an der Volkshochschule, Wandern in der Sächsischen Schweiz, und einmal im Monat gehe ich mit meiner Freundin ins Theater. Ich bin verwitwet, habe eine Tochter und drei Enkel, die mich auf Trab halten. Ich bin offen, sage, was ich denke, und backe die beste Eierschecke weit und breit, sagen jedenfalls die Enkel. Ich suche einen Mann, mit dem ich reden, reisen und auch mal einen ruhigen Abend verbringen kann. Gern auch erst einmal Freundschaft, dann sehen wir weiter.“
- Aktiv und offen: Volkshochschule, Wandern, Theater. Ein Leben, an dem man teilhaben möchte.
- Regional verwurzelt: Sächsische Schweiz und Eierschecke verorten sie liebevoll.
- Ehrlich im Tempo: „Erst einmal Freundschaft“ nimmt Druck raus und zieht Gleichgesinnte an.
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