Die Bindungstheorie geht auf den britischen Kinderpsychiater und Psychoanalytiker John Bowlby zurück. Die Psychologin Mary Ainsworth entwickelte sie weiter und untersuchte in den 1970er-Jahren mit der sogenannten „Fremden Situation“, wie Kleinkinder auf eine kurze Trennung von ihrer Bezugsperson reagieren. Sie beschrieb sichere, unsicher-vermeidende und unsicher-ambivalente Bindung. 1990 ergänzten Mary Main und Judith Solomon einen vierten, desorganisierten Typ.
1987 übertrugen die Forschenden Cindy Hazan und Phillip Shaver das Konzept auf Liebesbeziehungen unter Erwachsenen. Ihre Studie gilt als Ausgangspunkt der Forschung zu Bindungsstilen in Partnerschaften. Die Grundidee: Die Erfahrungen, die wir früh mit Nähe und Verlässlichkeit gemacht haben, formen eine Art inneres Drehbuch dafür, was wir von Beziehungen erwarten.
